Aminosäuren – Bausteine des Lebens

Mehr als ein Fünftel des menschlichen Körpers besteht aus Proteinen. Diese Proteine werden aus Aminosäuren gebildet.

    Aminosäuren sind ein Katalysator für die Erneuerung oder Reparatur der Zellen.
    Aminosäuren
    transportieren Sauerstoff, Vitamine, Mineralstoffe und Hämoglobin im Bindegewebe.
    Aminosäuren
    steuern Körperfunktionen.
    Aminosäuren
    werden für jede einzelne Muskelbewegung benötigt.
    Aminosäuren
    stimulieren die Ausschüttung von Hormonen, darunter auch des Wachstumshormons.
    Aminosäuren
    schützen den Körper vor Giftstoffen und Krankheiten.

Nahrungsmittelergänzung durch Aminosäuren helfen Müdigkeit, Konzentrationsmangel und depressiver Stimmung vorzubeugen, sowie die Herzleistung und Regeneration nach dem Sport verbessern.

Um richtig zu wirken und um Proteine bilden zu können, müssen Aminosäuren im Gleichgewicht sein. Ein Aminosäure-Ungleichgewicht kann durch Stress und Krankheit hervorgerufen werden oder ist altersbedingt. Fehlt auch nur eine einzige der Aminosäuren, mindert der Körper die Proteinproduktion. Er muss dann zunächst auf Reserven zurückgreifen, bevor er die Produktion komplett einstellt. Unser Körper bedient sich dann bei den Aminosäuren, die in Muskeln, Haut und Haaren zu finden sind. Das führt zwangsläufig zu einem Rückgang der Muskelmasse oder zu Haar- und Hautproblemen.

Für Kohlenhydrate gibt es Speicher in Leber und Muskeln, auf die der Körper in Zeiten erhöhter Belastung zurückgreifen kann. Für Eiweiß, bzw. Aminosäuren, gibt es solche Speicher nicht.

Deshalb muss der Aminosäure-Bestand regelmäßig mit Eiweiß aus der Nahrung nachgefüllt werden. Er kann in Zeiten hoher Belastung schnell erschöpft sein. Dann stehen dem Körper zu wenige Bausteine für Muskeln, Botenstoffe im Gehirn, Hormone etc. zur Verfügung.

Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, herabgesetzte körperliche und mentale Leistungsfähigkeit, erhöhte Anfälligkeit für Infekte, Haut-, Haar- und Nägelprobleme und schlechte Regeneration können die Folge eines Mangels an Aminosäuren sein.

Man könnte annehmen, dass jeder Mensch auf genug Eiweiß-Quellen zurückgreifen kann. Aminosäuren sind beispielsweise in Vollkornprodukten, Fleisch, Fisch und Hartkäse enthalten. Dazu sollte man seinen Menüplan mit reichlich Obst und Gemüse kombinieren, weil der Körper erst mit Vitaminen und Spurenelementen die Aminosäuren richtig verwerten kann.

Von den bekannten 22 Aminosäuren kann der menschliche Organismus 8 nicht selber bilden; diese 8 (essentiellen) Aminosäuren müssen ihm durch die Ernährung zugeführt werden. Damit der Körper Protein richtig verwertet, müssen alle essentiellen Aminosäuren vorhanden sein, und zwar im richtigen Verhältnis zueinander. Ist eine essentielle Aminosäure nur wenig oder gar nicht vorhanden, dann wird die Wirkung der anderen entsprechend beeinträchtigt.

Die Zufuhr von Aminosäuren sollte ausgewogen sein.Deshalb ist es ratsam, vor Einnahme von Aminosäuren durch eine Blutprobe einen Aminosäuren-Status zu ermitteln, so dass anschließend punktgenau die richtige Dosierung durchgeführt werden kann. Von sogenannten Aminosäuremischungen ist deshalb abzuraten.

Welche Wirkungen Aminosäuren im Körper haben, ist im Folgenden am Beispiel von L-Arginin aufgezeigt.

L-Arginin, eine besondere Aminosäure

L-Arginin  ist ein echter Booster. Es  ist an einer Reihe von Körperfunktionen beteiligt:

  • Arginin wird für die Übermittlung von Neuronen im Gehirn benötigt.
  • Arginin verbessert die Pumpleistung des Herzens.
  • Arginin ist für das Immunsystem wichtig, es verbessert die Durchblutung.
  • Arginin trägt bei Verletzungen, Operationen etc. zur besseren Wundheilung bei.
  • Arginin entgiftet den Körper und macht frei für aktive Lebensprozesse. Aktive Lebensprozesse bedeutet auch aktive Lernprozesse.
  • Arginin wirkt im Hormon-Stoffwechsel und stimuliert die Ausschüttung von Insulin aus der Bauchspeicheldrüse. Dieses hilft bei der Regulation des Blutzuckerspiegels.
  • Arginin kann die Verklumpung von Blutplättchen positiv beeinflussen. So kann es helfen den Blutfluss zu verbessern
  • Arginin kann die Ausschüttung des Wachstumshormons anregen. Dadurch wird eine verbesserte Proteinsynthese erreicht und dadurch der Fettabbau beschleunigt.
  • Arginin ist am Eiweiß-Stoffwechsel und seiner Regulation beteiligt. Arginin kann deshalb helfen, einem vermehrten Abbau von Eiweiß bei Stress (z. B. Durch Operationen, schwere Verletzungen) entgegen zu wirken.